Wissenschaftliche Forschung für Omega 3 Öle (EPA, DHA)

Es gibt eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen, die belegen, wie
grundlegend Omega 3 für unsere Gesundheit und unsere Energie ist.

Vorausgesetzt natürlich, das Öl ist frisch und gereinigt! Billig aus der Drogerie in Kapseln taugt wenig, weshalb es auch so nach Fisch riecht (spätestens, wenn man mal eine Kapsel aufschneidet).
Die folgende Auflistung von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen wird im Laufe der Zeit umfangreicher werden. Trotzdem kann es nur einen Eindruck vermitteln und wird wohl nie vollständig sein. Einige Studien zeigen den Nutzen von Omega-3 (EPA, DHA) auch bei schweren Erkrankungen. Sollte man schon erkrankt sein, ist bei jeder Supplementierung zuvor (!) der Arzt zu konsultieren.

Wie Omega 3 Dich schützt

Das Forscherteam um Heike Bischoff-Ferrari des Universitätsklinikum Zürich hat herausgefunden, dass die Versorgung mit gutem Omega 3 und Vitamin D, zusammen mit angemessener Bewegung das Krebsrisiko um 60% senkt.

In aller Kürze

  • die Untersuchung ging über 3 Jahre
  • die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren 70 oder älter
  • sie nahmen täglich 2000 internationale Einheiten Vitamin D zu sich
  • sie nahmen täglich 1 Gramm gutes Omega 3 Öl zu sich
  • sie machten täglich Sport
  • sie waren zu 61% besser geschützt vor Krebs als eine Kontrollgruppe, die Placebos bekommen hatten
  • Effekt 1: Zellen wandelten sich nicht mehr in Krebszellen um
  • Effekt 2: vorhandene Krebszellen wuchsen nicht mehr
  • Effekt 3: das Immunsystem wurde deutlich stärker
  • Effekt 4: diffuse Entzündungen wurden verringert bzw. beseitigt

Die Untersuchung wurde bei „Frontiers in Ageing“ (frontiersin.org) veröffentlicht und findet sich hier, und dies ist auch der ursprüngliche Forschungsartikel.

„Unter präventivmedizinischen Aspekten ist eine ausreichende Versorgung mit EPA und DHA während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit besonders bedeutsam. DHA isit nämlich nicht nur ein unentbehrlicher Membranbaustein von ervenzellen (z.B. Gehirn, Retina(, sondern auch ein Baustein des Phsphhlipids Phsphatidylserin, das an der Freisetzung und Synthese von eurotransmittern (z.B. Dopamin) beteiligt ist. Dementsprechend wirkt sich die Verfügbarkeit von DHA während des Fetalstadiums und im frühen Säuglingsalter auf die kognitiven und motorischen Funktionen sowie die Sehfähigkeit des Kindes aus.

Auch das Risiko für Schwngerschaftskomplikationen (z.B. Präekampsie, Frühgeburten) kann durch EPA und DHA gesenkt werden. Frauen, die schwanger werden wollen oder bereits schanger sind, sollten deshalb täglich mindestens 200 mg DHA und 300 mg EPA supplementieren – auch in der Stillzeit Wir empfehlen allerdings eine höhere Zufuhr von etwa 1500 – 2000 mg EPA/DHA täglich, wie die Ergebnisse einer aktuellen Studie belegen. ach den Ergebnissen dieser hochkarätigen Studie verringert die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren während des letzten Drittels der Schwangerschaft das Risiko für Kleinkinder, an fortwährenden Atembeschwerden oder Asthma zu erkranken, um 30-54%. Weitere Studien zeigen, dass auch das Risiko für allergische Hauterkrankungen deutlich reduziert wird.“

Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
Es wird verwiesen auf: von Schacky, C; Omega-3 Fatty Acids in Pregnancy – The Case for a Target Omega-3 Index. Nutrients, 2020, 12, 898; doi:10.3390/nu12040898

Zusammenfassung
Omega-3-Ergänzungen können helfen, die Symptome von ADHS bei Kindern zu reduzieren.

Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine Verhaltensstörung, die durch Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gekennzeichnet ist.

Einige Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder mit ADHS niedrigere Blutspiegel von Omega-3-Fettsäuren haben als Kinder ohne ADHS.

Darüber hinaus deuten zahlreiche ältere Studien darauf hin, dass Omega-3-Präparate helfen könnten, die Symptome von ADHS zu reduzieren. Insbesondere Omega-3-Fettsäuren können dazu beitragen, Unaufmerksamkeit und Aufgabenerfüllung zu verbessern. Sie können auch Hyperaktivität, Impulsivität, Unruhe und Aggression verringern1.

Omega 3 wirkt auf das Herz-Kreislauf-System. ADS und ADHS haben eine Besonderheit: die Herzfrequenz ist weniger flexibel. Deshalb wurde untersucht, inwieweit Omega 3 einen Effekt auf ADHS-Symptome hat. Das Ergebnis war, dass die Einnahme von Omega 3 die mittlere Herzschlagrate senkt und die Herzen der Kinder mal höher schlagen und mal ruhiger (höhere Veriabilität). Auch weitere Studien belegen, dass Omega 3 Ergänzung einen deutlichen positiven Effekt auf die Symptome des ADHS haben2.

„Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) haben im Vergleich zu Gesunden eine deutlich schlechtere Versorgung mit DHS und EPA. Eine mangelhafte Versorgung mit diesen Gehirnfettsäuren hat weitreichende Folgen, die sich u.a. in geistigen Entwicklungsstörungen und neuropsychiatrischen Erkrankungen wie ADHS, Depressionen und Schizophrenie äußern können. Auch Lese- und Rechtschreibschwäche (Dyslexia), Beeinträchtigung der motorischen Koordination (Dyspraxie), autistische Auffälligkeiten und Demenz sind mit einem Omega-3-Mangel vergesellschaftet.

Omega-3-Mangel verursacht ein weites Spektrum an neurologischen Störungen: Kinder und Jugendliche werden nervös, zappelig, leiden unter Kopfschmerzen und können sich nicht konzentrieren. Omega-3 wirkt harmonisierend auf den ervenbotenstoffwechsel und reguliert den Energiestoffwechsel des Gehirns. Wie Meta-Analysen belegen, kann die regelmäßige Einnahme von Omega-3 (Dosierung bei Kindern: 40 mg EPA/DHA pro kg Körpergewicht pro Tag) die ADHS-Symptomatik beim Zappelphiipp deutlich verbessern und auch die Wirksamkeit der mediamentösen Therapie (z.B. Methylphenidat) unterstützen.

Darüber hinaus hat sich in klinischen Studien an Patienten mit Alzheimer oder Depressionen die regelmäßige Einnahme von Omega-3 (z.B. 3000 – 4000 mg pro Tag) als günstig erwiesen, u.a. wird das Ansprechen der mediamentösen Therapie verbessert.“3

1A case series on the potential effect of omega-3-fatty acid supplementation on 24-h heart rate variability and its circadian variation in children with attention deficit (hyperactivity) disorder; Reiner Buchhorn et al;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28975530/

2Reduced Symptoms of Inattention after Dietary Omega-3 Fatty Acid Supplementation in Boys with and without Attention Deficit/Hyperactivity Disorder; Dienke J. Bos et al;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25790022/
Protective effects of dietary supplementation with natural ω-3 polyunsaturated fatty acids on the visual acuity of school-age children with lower IQ or attention-deficit hyperactivity disorder; Qiaoling Wu et al; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26015389/
Omega-3 and omega-6 fatty acids in the treatment of children and adolescents with ADHD [Article in Dutch]; A Aben, M Danckaerts ;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20146180/
Omega-3 fatty acid supplementation for the treatment of children with attention-deficit/hyperactivity disorder symptomatology: systematic review and meta-analysis; Michael H Bloch, Ahmad Qawasmi;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21961774/

3Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 19f
Es wird verwiesen auf: Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021

Akne Faktoren

Akne gilt allgemein als entzündliche Hauterkrankung und ist durch zarte Beulen und Pickel gekennzeichnet, manchmal mit Eiter gefüllt.

Diese Akneläsionen können die Aktivität von entzündungsfördernden Mediatoren auf Ihrer Haut wie Interleukin-1 erhöhen, die dann eine Reihe von entzündlichen Ereignissen auslösen1 2. Es wurde einmal angenommen, dass nur einige Arten von Akne mit Entzündungen assoziiert sind, aber neuere Forschungen deuten darauf hin, dass Entzündungen bei fast allen Arten von Akne eine Rolle spielen3.

Entzündungen sind jedoch nicht der einzige Faktor, der dazu beiträgt. Andere Dinge, die die Akneentwicklung beeinflussen können, sind4:

  • Hormone
  • Medikamente
  • Stress
  • Alter
  • Verschmutzung
  • Feuchtigkeit
  • bestimmte Lebensmittel

Omega-3-Fettsäuren können Akne verbessern

Aufgrund der zugrunde liegenden Ursachen wird angenommen, dass Omega-3-Fettsäuren sie verhindern oder verbessern können.
Omega-3-Fettsäuren, insbesondere EPA und DHA, wirken entzündungshemmend. In einer kleinen Studie hatten Teilnehmer mit Akne niedrigere EPA-Blutspiegel und höhere Blutspiegel bestimmter Entzündungsmarker als Teilnehmer ohne Akne5.

Eine randomisierte, kontrollierte Studie an 45 Personen mit leichter bis mittelschwerer Akne ergab, dass die Einnahme von 2.000 mg EPA- und DHA-Präparaten täglich über 10 Wochen sowohl entzündliche als auch nicht entzündliche Akneläsionen signifikant verringerte6.

Einige Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass Menschen, die Omega-3-Quellen essen, seltener Akne haben als diejenigen, die diese Nahrungsmittel nicht essen. Zum Beispiel ergab eine Studie an über 500 Patienten in dermatologischen Kliniken, dass diejenigen, die mindestens einmal pro Woche Fisch aßen, 32% weniger wahrscheinlich mittelschwere bis schwere Akne hatten7.

1The Role of Inflammation in the Pathology of Acne; Emil A. Tanghetti; 6.9.2013; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3780801/

2Understanding innate immunity and inflammation in acne: implications for management; B Dreno et al; 29.6.2015; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26059728/

3The Role of Inflammation in the Pathology of Acne; Emil A. Tanghetti; 6.9.2013; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3780801/

4Acne: https://www.niams.nih.gov/health-topics/acne#tab-overview

5Decreased eicosapentaenoic acid levels in acne vulgaris reveals the presence of a proinflammatory state; İbrahim Aslan et al; 23.12.2016: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28025036/

6Effect of dietary supplementation with omega-3 fatty acid and gamma-linolenic acid on acne vulgaris: a randomised, double-blind, controlled trial; Jae Yoon Jung et al; 09/2014; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24553997/

7Family history, body mass index, selected dietary factors, menstrual history, and risk of moderate to severe acne in adolescents and young adults; Anna Di Landro et al; 3.3.2012; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22386050/

Zusammenfassung
Omega-3-Fette können helfen, altersbedingten geistigen Verfall und Alzheimer-Krankheit zu verhindern; dies wird noch weiter untersucht.

Viele Menschen erleben einen Rückgang der Gehirnfunktion, wenn sie älter werden. Mehrere Studien verbinden eine höhere Omega-3-Aufnahme mit einem verminderten altersbedingten geistigen Verfall und einem verringerten Risiko für Alzheimer1 2.

Eine Überprüfung kontrollierter Studien legt nahe, dass Omega-3-Präparate bei Krankheitsbeginn von Vorteil sein können, wenn die Symptome von AD sehr mild sind3.

„Darüber hinaus hat sich in klinischen Studien an Patienten mit Alzheimer oder Depressionen die regelmäßige Einnahme von Omega-3 (z.B. 3000 – 4000 mg pro Tag) als günstig erwiesen, u.a. wird das Ansprechen der mediamentösen Therapie verbessert.“4

1Omega-3 fatty acids and cognitive decline: a systematic review; Amelia Martí Del Moral, Francesca Fortique; 26.8.2019;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31215788/

2Dietary and supplemental long-chain omega-3 fatty acids as moderators of cognitive impairment and Alzheimer’s disease; Amy H. R. Wood, Helen F. Chappell, and Michael A. Zulyniak; 15.8.2021;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8854294/

3Omega-3 fatty acids‘ supplementation in Alzheimer’s disease: A systematic review; Scheine Canhada, Kamila Castro, Ingrid Schweigert Perry, Vivian Cristine Luft; 3.5.2017;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28466678/

4Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 19f
Es wird verwiesen auf: Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021

Zitat:

„Angesichts der mangelhaften Berichterstattung über die Überprüfungsmethoden, des Mangels an Details über die Primärstudien und der Einschränkungen in der Überprüfungsmethodik sollten diese Schlussfolgerungen mit einiger Vorsicht behandelt werden. Die Supplementierung mit ω-3 PUFAs für mindestens 3 Monate scheint Gelenkschmerzen im Zusammenhang mit rheumatoider Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen und Dysmenorrhoe zu verbessern.

[..]

Die Autoren folgerten, dass eine Supplementierung mit langkettigen mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren für mindestens 3 Monate Gelenkschmerzen im Zusammenhang mit rheumatoider Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen und Dysmenorrhoe zu verbessern scheint.“

aus: A meta-analysis of the analgesic effects of omega-3 polyunsaturated fatty acid supplementation for inflammatory joint pain; RJ Goldberg and J Katz.; 2007; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK74220/

Zusammenfassung
Omega-3-Ergänzungen können helfen, Depressionen und Angstzustände zu behandeln und zu verhindern. EPA scheint am effektivsten bei der Verringerung der Symptome einer Depression zu sein.

Depression ist eine der häufigsten psychischen Störungen der Welt1. Zu den Symptomen gehören oft Traurigkeit, Lethargie und ein allgemeiner Verlust des Interesses am Leben2. Angst, eine weitere häufige Störung, ist durch Gefühle von Angst, Panik und Unruhe gekennzeichnet3. Interessanterweise zeigen Studien, dass Menschen, die regelmäßig Omega-3-Fettsäuren konsumieren, seltener an Depressionen leiden4 5. Darüber hinaus deuten Studien bei Menschen mit Depressionen und Angstzuständen darauf hin, dass Omega-3-Präparate die Symptome verbessern können6 7. Es gibt drei Arten von Omega-3-Fettsäuren: Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Von den dreien scheint EPA am vorteilhaftesten für Depressionen zu sein8.

1Major Depressive Disorder in Primary Care; Madhukar H Trivedi;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32220155/

2„Depression“, Suma P. Chand; Hasan Arif. 18.07.2022;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK430847/

3„Anxiety“; Suma P. Chand; Raman Marwaha; 8.5.2022;, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK470361/

4Association between dietary omega-3 fatty acid intake and depression in postmenopausal women; Minjeong Chae and Kyong Park; 8.3.2021; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8313386/

5Seafood Consumption, Omega-3 Fatty Acids Intake, and Life-Time Prevalence of Depression in the PREDIMED-Plus Trial; Almudena Sánchez-Villegas et al; 18.12.2018;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6315981/

6Efficacy of omega-3 PUFAs in depression: A meta-analysis; Yuhua Liao et al; 5.8.2019;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31383846/

7Association of Use of Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids With Changes in Severity of Anxiety Symptoms; Kuan-Pin Su et al.;;14.9.2018;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6324500/

8Efficacy of omega-3 PUFAs in depression: A meta-analysis; Yuhua Liao et al; 5.8.2019;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31383846/

„EPA/DHA tragen effizient zur Prävention verschiedener Erkrankungen bei, die mit zunehmendem Lebensalter gehäuft auftreten. Darüber hinaus steuern sie Prozessen wie dem Oxi-Inflammaging entgegen, die mit dem biologischen Altern verbunden sind. Je besser wir mit Omega-3 versorgt sind, umso stabiler sind unsere Telomere und umso langsamer altern wir. Das zeigen aktuelle Studien. Telomere fungieren in unseren Körperzellen als eingebaute Lebenszeituhr, die jede Zellteilung bzw. -erneuerung mitzählen. Die Telomerlänge stellt somit ein Kennzeichen des biologischen Alterungsprozesses dar. Kürzere Telomere sind mit einer höheren Sterblichkietrate und einem erhöhten Risiko für chronische Erkrankungen verbunden. Entzündungsprozesse, Stress, körperliche Inaktivität, Alkohol, Rauchen und Übergewicht können dazu führen, dass sich unsere Telomere schneller verkürzen und somit alterbedingte Zellschäden begünstigen. Die Telomerlänge ist ein anerkannter Parameter zur Beurteilung von Alterungsgeschwindigkeit und Alterskrankheiten. Mit EPA und DHA bleiben Sie als jung und vital bis ins hohe Lebensalter!“

Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 20f
Es wird verwiesen auf: Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021

Durch die Supplementierung von Omega 3 und D3 konnte die CCS (Coronary Calcium Scoring) „signifikant reduziert werden“1.

1Effect of a combined therapeutic approach of intensive lipid management, omega-3 fatty acid supplementation, and increased serum 25 (OH) vitamin D on coronary calcium scores in asymptomatic adults William Davis, Susie Rockway, Mary Kwasny; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19092644/

siehe „Autoimmunerkrankungen“ und „Rheuma“Arthritis, rheumatoide

Zusammenfassung
Omega-3-Aufnahme wurde mit einem geringeren Risiko für Asthma bei Kindern in Verbindung gebracht

Asthma ist eine chronische Lungenerkrankung mit Symptomen wie Husten, Kurzatmigkeit und Keuchen. Schwere Asthmaanfälle können sehr gefährlich sein. Sie werden durch Entzündungen und Schwellungen in den Atemwegen Ihrer Lunge verursacht1.

Darüber hinaus sind die Asthmaraten in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt in den letzten Jahrzehnten gestiegen2.

Interessanterweise assoziieren mehrere Studien den Omega-3-Konsum mit einem geringeren Asthmarisiko bei Kindern3 4. Auch die Versorgung der werdenden Mutter hat eine Auswirkung auf die Wahrscheinlichkeit, ob das Kind später Asthma bekommt5.

1Asthma; Muhammad F. Hashmi; Maryam Tariq; Mary E. Catalett; 18.8.2022; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK430901/

2Epidemiology of asthma; Patricia A Loftus, Sarah K Wise; 24.6.2016;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26977741/

3Relationship between Serum Omega-3 Fatty Acid and Asthma Endpoints; Shahieda Adams et al; 25.12.2018;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6338947/

4Dietary and Plasma Polyunsaturated Fatty Acids Are Inversely Associated with Asthma and Atopy in Early Childhood; Kathleen Lee-Sarwar et al; 24.8.2018;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30145365/

5Effects of supplementation with omega-3 fatty acids during pregnancy on asthma or wheeze of children: a systematic review and meta-analysis; Jilei Lin et al; 29.10.2018;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30253674/

Bei Menschen, die auf niedrig dosiertes Aspirin nicht (mehr) reagierten, konnte durch Omega 3 die Reaktionsfähigkeit erhöht werden, so dass die Dosis nicht erhöht werden musste1.

1Treatment of aspirin-resistant patients with omega-3 fatty acids versus aspirin dose escalation; Eli I Lev et al.; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20117379/

„In einer ersten Interventionsstudie an 128 kritisch kranken Patenten mit COVID-19 konnte die tägliche Supplementierung von 1000 mg EHA/DHA die 1-Monatssterblichkeit auf der Intensivstation signifikant reduzieren sowie Lungen- und ierenfunktionsparameter verbessern. Auch in der Therapie von Koagulopathien und Corona-Burn-out (Corona-Fatigue), die noch Wochen nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 bei den Betroffenen als Long-COVID lange Schatten werfen können, ist die Supplementierung von EPA/DHA hilfreich.

Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 21
Es wird verwiesen auf:
– Gröber, U.; Golick, M.F.: „The Coronavirus Disease (COVID-19) – A supportive aporoach with selected micronutrients“. Int J Vitam utr Res 1-22, 2021
– Gröber, U.: „COVID-19 und Long-COVID. Bessere Resilienz durch immunrelevante Mikronährstoffe“. 168S., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2021

Zusammenfassung
Eine Omega-3-Fettsäure namens DHA ist ein wichtiger struktureller Bestandteil der Netzhaut Ihrer Augen. Es kann helfen, Makuladegeneration zu verhindern, die Sehstörungen und Blindheit verursachen kann.

DHA, eine marine Art von Omega-3, ist ein wichtiger struktureller Bestandteil der Netzhaut Ihres Auges1. Wenn Sie nicht genug DHA bekommen, können Sehprobleme auftreten2. Interessanterweise ist genug Omega-3 auch mit einem reduzierten Risiko für Makuladegeneration verbunden, eine der Hauptursachen für dauerhafte Augenschäden und Blindheit auf der ganzen Welt3. Zusammenfassung Eine Omega-3-Fettsäure namens DHA ist ein wichtiger struktureller Bestandteil der Netzhaut Ihrer Augen. Es kann helfen, Makuladegeneration zu verhindern, die Sehstörungen und Blindheit verursachen kann.

„Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist bei uns die häufigste Ursache für den Verlust der zentralen Sehschärfe bei Menschen jenseits des 50. Lebensjahres. Betroffen ist dabei der sogenannte gelbe Fleck, die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Dieser kann altersbedingt degenerieren, was eine starke Sehbehinderung bis hin zur Erblindung zur Folge hat. Aufgrund der insgesamt steigenden Lebenserwartung wird die AMD für immer mehr Menschen zum Problem, denn jeder dritte Deutsche über 60 ist mittlerweile davon betroffen.

Im Durchschnitt weisen 20% der 65-74-Jährigen Frühformen der Erkrankung auf. Da die Therapiemöglichkeiten zum gegenwärtigen Zeitpunkt begrenzt sind, ist eine wirksame Vorbeugung dringend erforderlich. Wie aktuelle Studien zeigen, lässt sich der Krankheitsverlauf der AMD durch die regelmäßige ergänzende Einnaheme der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA und den Carotinoiden Lutein, Zeaxanthin und Astaxanthin positiv beeinflussen und die Sehkraft sogar verbessern. Auch beim trochenen Auge waren EPA und DHA ebenfalls wirksam und verbesserten Symptome wie Augenjucken oder Fremdkörpergefühl.“4

1Docosahexaenoic Acid; Philip C. Calder; 15.11.2016;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27842299/

2Antioxidant Activity and Neuroprotective Role of Docosahexaenoic Acid (DHA) Supplementation in Eye Diseases That Can Lead to Blindness: A Narrative Review; Maria Lafuente et al.; 5.3.2021;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8000043/

3Dietary omega-3 polyunsaturated fatty acids and fish intake and risk of age-related macular degeneration; Hong Jiang, 12.10.2021;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34749130/

4Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 21f
Es wird verwiesen auf: Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021

Omega 3 scheint die Symptome zu mildern, besonders hinsichtlich Hyperaktivität und Stereotypie (endlose Wiederholungen der gleichen Wortfolge)1.

1Omega-3 fatty acids supplementation in children with autism: a double-blind randomized, placebo-controlled pilot study; G Paul Amminger et al; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16920077/

Zusammenfassung
Omega-3-Fettsäuren können helfen, mehrere Autoimmunerkrankungen zu behandeln und zu verhindern, einschließlich Typ-1-Diabetes, rheumatoider Arthritis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Psoriasis.

Bei Autoimmunerkrankungen verwechselt das Immunsystem gesunde Zellen mit fremden Zellen und beginnt, sie anzugreifen1.

Typ-1-Diabetes ist ein Paradebeispiel, bei dem Ihr Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in Ihrer Bauchspeicheldrüse angreift2. Laut einer Studie war eine erhöhte Aufnahme verschiedener Arten von Fettsäuren im Säuglingsalter, einschließlich DHA, mit einem geringeren Risiko für Typ-1-Diabetes-assoziierte Autoimmunität im späteren Leben verbunden3.

Omega-3-Fettsäuren können auch helfen, Lupus4, rheumatoide Arthritis5, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn6 und Psoriasis7 zu behandeln, dies wird allerdings noch weiter untersucht.

1Understanding the immunopathogenesis of autoimmune diseases by animal studies using gene modulation: A comprehensive review;Keum Hwa Lee et al; 7.1.2020;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31918027/

2Type 1 diabetes; Linda A DiMeglio, Carmella Evans-Molina, and Richard A Oram; 16.6.2018 (Lancet);; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6661119/

3Fatty acid status in infancy is associated with the risk of type 1 diabetes-associated autoimmunity; Sari Niinistö et al; 4.5.2017;; https://link.springer.com/article/10.1007/s00125-017-4280-9

4Effect of omega-3 fatty acids on systemic lupus erythematosus disease activity: A systematic review and meta-analysis; Alí Duarte-García; 22.10.2020;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33131703/

5The Effect of Omega-3 Fatty Acids on Rheumatoid Arthritis; Ifigenia Kostoglou-Athanassiou, Lambros Athanassiou, and Panagiotis Athanassiou; 30.6.2020;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7362115/

6Omega Fatty Acids and Inflammatory Bowel Diseases: An Overview; Ledyane Taynara Marton et al; 30.9.2019;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6801729/

7Efficacy of ω-3 supplementation in patients with psoriasis: a meta-analysis of randomized controlled trials; Cain C T Clark, Mohsen Taghizadeh, Mina Nahavandi, Sadegh Jafarnejad; 18.2.2019;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30778861/

Siehe Metabolisches Syndrom

Siehe „psychische Störungen“

Eine Untersuchung1 an ungeborenen Mäusen ergab, dass durch Omega 3 Supplementierung es einen deutlichen Anstieg der kognitiven und Verhaltensfunktionen gab. Dies ging soweit, dass das Verhalten der Mäuse nach der Geburt normal war (was nach einer unbehandelten Bleivergiftung nicht zu erwarten war).

1Maternal omega-3 fatty acid supplementation against prenatal lead exposure induced cognitive impairment in offspring mice; Jing Shao, Shuli Wang, Lan Liu; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35527006/

Das chronische Herzversagen wurde ausgelöst in Ratten durch Doxorukizin (Zytostatikum; gg. Tumorwachstum). Man konnte feststellen, dass die Todesrate bei den Ratten deutlich geringer war.

„Nahrungsergänzung mit n-3 PUFA schwächte Doxorubicin-induzierte Herzfunktionsstörungen ab, ein Effekt, der mit der Erholung von einem Ungleichgewicht des Zytokinnetzwerks verbunden sein könnte.1

1The beneficial effect of n-3 polyunsaturated fatty acids on doxorubicin-induced chronic heart failure in rats; LL Teng et al; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20819430/

Siehe „Autoimmunerkrankungen“

Zitat:

„Omega-3-mehrfach ungesättigte Fettsäuren (n3-PUFAs) können positive Auswirkungen auf das Immunsystem von Patienten mit Virusinfektionen haben. Dieses Papier zielte darauf ab, die Wirkung einer n3-PUFA-Supplementierung auf entzündliche und biochemische Marker bei kritisch kranken Patienten mit COVID-19 zu untersuchen.

Die Interventionsgruppe hatte eine signifikant höhere 1-Monats-Überlebensrate und höhere Werte von arteriellem pH-Wert, HCO3 und Be sowie niedrigere BUN-, Cr- und K-Spiegel im Vergleich zur Kontrollgruppe nach der Intervention (alle P<0.05).

Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen Blutzucker, Na, HCT, Ca, P, MAP, O2sat, PO2, PCO2, WBCs, GCS, Hb, Plt, PTT und Albumin zwischen zwei Gruppen.

Die Omega-3-Supplementierung verbesserte die Werte mehrerer Parameter der Atem- und Nierenfunktion bei kritisch kranken Patienten mit COVID-19. Weitere klinische Studien sind gerechtfertigt.

Aus: The effect of omega-3 fatty acid supplementation on clinical and biochemical parameters of critically ill patients with COVID-19: a randomized clinical trial; Saeid Doaei et al; 29.3.2021; https://translational-medicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12967-021-02795-5

Siehe „Alzheimer“

Siehe „psychische Störungen“

Siehe „Autoimmunerkrankungen“

siehe auch „Fettstoffwechselstörungen“

Eine Studie an älteren finnischen Männern ergab, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen einer guten Versorgung mit Fischöl (Omega 3) und der deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit, an DM, Typ 2 zu erkranken. Das Ergebnis wurde eingeschränkt dadurch, dass Fisch mit Schwermetallen (genannt wurde Quecksilber) belastet ist1.

Omega 3 hat auch einen deutlichen Effekt im Schutz vor den sekundären Problemen: Glykation (Karamellisierung) der Gewebefasern, oxidativer Stress und Zytokineproduktion; letztere sind regulatorische Peptide oder Proteine, die der Signalübertragung zwischen Zellen dienen und deren Proliferation und Differenzierung steuern. Sie werden u.a. von Makrophagen, B-Lymphozyten, T-Lymphozyten, natürlichen Killerzellen (NKs) und Fibroblasten gebildet2.

Ebenso hat es eine positive Wirkung auf die entzündlichen Prozesse im Körper3.

1Serum omega-3 polyunsaturated fatty acids and risk of incident type 2 diabetes in men: the Kuopio Ischemic Heart Disease Risk Factor study; Jyrki K Virtanen et al; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24026545/

2Effect of age receptor blocker and/or anti-inflammatory coadministration in relation to glycation, oxidative stress and cytokine production in stz diabetic rats; Mohamed M El-seweidy, Sahar E El-Swefy, Rawia S Ameen, Reem M Hashem;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12123627/

3Effect of n-3 (Omega-3) Polyunsaturated Fatty Acid Supplementation on Metabolic and Inflammatory Biomarkers and Body Weight in Patients with Type 2 Diabetes Mellitus: A Systematic Review and Meta-Analysis of RCTs; Leila Khalili, Roxana Valdes-Ramos, Laurence S Harbige; 2021 Oct;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34822400/

Zusammenfassung
Omega-3-Fettsäuren können chronische Entzündungen reduzieren, die zu Herzerkrankungen, Krebs und verschiedenen anderen Krankheiten beitragen können1.

Tatsächlich haben Studien durchweg einen Zusammenhang zwischen Omega-3-Supplementierung und reduzierter Entzündung beobachtet2 3 4.

Entzündungen sind eine natürliche Reaktion auf Infektionen und Schäden in Ihrem Körper. Daher ist es für Ihre Gesundheit von entscheidender Bedeutung. Die Entzündung hält jedoch manchmal lange an, auch ohne Infektion oder Verletzung. Dies wird als chronische – oder langfristige – Entzündung bezeichnet5.

Langfristige Entzündungen können zu fast jeder chronischen Krankheit beitragen, einschließlich Herzerkrankungen und Krebs6.

Insbesondere Omega-3-Fettsäuren können die Produktion von Molekülen und Substanzen reduzieren, die mit Entzündungen verbunden sind, wie entzündliche Eicosanoide und Zytokine7 8

1Omega-3 fatty acids and inflammatory processes: from molecules to man; Philip C Calder; 12.9.2017; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28900017/

2Efficacy of the omega-3 fatty acids supplementation on inflammatory biomarkers: An umbrella meta-analysis; Zeynab Kavyani et al: 10/2022;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35914448/

3Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids can Reduce IL-6 and TNF Levels in Patients with Cancer; Yongzhong Guo et al; 03/2022;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35249562/

4Effect of n-3 (Omega-3) Polyunsaturated Fatty Acid Supplementation on Metabolic and Inflammatory Biomarkers and Body Weight in Patients with Type 2 Diabetes Mellitus: A Systematic Review and Meta-Analysis of RCTs; Leila Khalili, Roxana Valdes-Ramos, Laurence S Harbige; 2021 Oct;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34822400/

5Chronic Inflammation; Roma Pahwa; Amandeep Goyal; Ishwarlal Jialal; 8.8.2022;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK493173/

6Chronic inflammation in the etiology of disease across the life span; David Furman et al; 5.12.2019;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7147972/

7Effect of Marine-Derived n-3 Polyunsaturated Fatty Acids on Major Eicosanoids: A Systematic Review and Meta-Analysis from 18 Randomized Controlled Trials; Jiajing Jiang et al; 01/2016;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26808318/

8Effects of omega-3 fatty acids on serum levels of T-helper cytokines in children with asthma; Shirin Farjadian; 9.6.2016;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27288633/

siehe auch „Autoimmunerkrankungen“

„Morbus Crohn gehört wie Colitis ulcerosa zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Um die 320000 Menschen sind derziet in Deutschland von dieser Darmkrankheit, die in Schüben verläuft, betroffen. Zu den typischen Symptomen eines Krankheitsschubs zhlen immer wiederkehrende, unterschiedlich starke Bauchschmerzen, Fieber und häufige, zum Teil blutige, Durchfälle. Bei länger anhaltenden Schüben leiden die Betroffenen zunehmend auch unter Gewichtsverlust und Schwäche. Auslöser sind vor allem Entzündungensherde, die im gesamten Verdauungsapparat, doch meistens im Dick- und Dünndarm, Gewebeschichten angreifen und zerstören können.

In klinischen Studien reduzierte die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren (z.B. 2700 mg EPA/DHA pro Tag) gegenüber Placebo die Entzündungsaktivität im Darm und die Schubrate um über 50%. Bei Kindern sind entzündliche Darmerkrankungen extrem belastend. Hier konnte sogar durch Omega-3-Fettsäuren die otwendigkeit einers schubbedingten Krankenhausaufenthalts deutlich reduziert werden. Bei Darmerkrankungen können EPA und DHA nachweislich die Darmgesundheit und die lebensqualität der Betroffenen verbessern. Omega-3 unterstützt zudem ein gesundes Darm-Mikrobiom und eine intakte Darmbarriere und sollte daher auch mein Leaky-Gut-Syndrom eingesetzt werden.“

Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 23f
Es wird verwiesen auf:
– Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021
– Newell, M.; Mazurak, V.; Postovit, L.M.; et al: „N-3 Long-Chain Polyunsaturated Fatty Acids, Eicosapentaenoic and Docosahexaenoic Acid, and the Role of Supplementation during Cancer Treatment: A Scoping Review of Current Clinical Evidence“. Cancers, 2021; 13(6):1206

siehe auch Diabetes Melitus, Typ 2

Omega 3 unterstützt und regeneriert die Leber, was zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen beitragen kann1.

Fettstoffwechselstörung (Dyslipidämie) ist einer der Hauptrisikofaktoren für Atherosklerose, in der Regel die zugrunde liegende Ursache von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die die Hauptursache für Morbidität und Mortalität in Industrieländern sind.

Diese wurden behandelt mit Omega 3, Vitamin E, Niacin und Gamma-Oryzanol (aus Reiskleie).

„Alle dyslipidämischen Probanden zeigten zu Studienbeginn oxidativen Stress, und nach vier Monaten verbesserten sich alle biochemischen Marker signifikant in Gruppen, die mit Nahrungsergänzungsmitteln behandelt wurden.2

Bei der Therapie von Fettstoffwechselstörungen gelten Omega 3 und das Vitamin B3 als einer der Behandlungswege, auf Augenhöhe benannt mit den ansonsten üblichen Medikamenten.

„Da Fibrate (Arzneistoff gg. F.), Niacin (Vitamin B3), Ezetimib (Lipidsenkender Wirkstoff), Omega-3-Fettsäuren und Statine (Cholesterinsenker) die Serumlipide jeweils durch unterschiedliche Mechanismen regulieren, könnte die Kombinationstherapie – ausgewählt aufgrund ihrer Sicherheit und Wirksamkeit – hilfreicher sein, um eine umfassende Lipidkontrolle im Vergleich zur Statin-Monotherapie zu erreichen.3

„Meta-Analysen zeigen eine eindeutige Schutzwirkung von Omega-3 gegen die Entstehung von Diabetes. Die Insulinsensitivität und Güte der Blutzuckereinstellung wird durch Omega-3 verbessert. Auch Fettstoffwechselstörungen sind bei Diabetikern häufig. In der Therapie von Fettstoffwechselstörungen gehören EPA und DHA zu den Arzneimitteln der ersten Wahl, denn diese besitzen eine ausgeprägte senkende Wirkung auf die Triglyceride (bis zu 58%) und VLDL-Werte (um 42%). Das gute HDL-Cholesterin wird durch Omega-3 leicht erhöht und das LDL:HDL-Verhältnis verbessert.4

1Effect of age receptor blocker and/or anti-inflammatory coadministration in relation to glycation, oxidative stress and cytokine production in stz diabetic rats; Mohamed M El-seweidy, Sahar E El-Swefy, Rawia S Ameen, Reem M Hashem; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12123627/

2Effects of combined dietary supplementation on oxidative and inflammatory status in dyslipidemic subjects; R Accinni et al.; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16487912/M Rosina

3Optimal management of combined dyslipidemia: what have we behind statins monotherapy? Alexander Tenenbaum et al;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18230960/

4Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 22
Es wird verwiesen auf: Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021

Siehe auch „Rheuma“

Zusammenfassung
Omega-3-Fettsäuren können helfen, zahlreiche Risikofaktoren für Herzerkrankungen zu verbessern.

Herzinfarkte und Schlaganfälle sind die weltweit häufigsten Todesursachen1. Vor Jahrzehnten beobachteten Forscher, dass Fisch essende Gemeinschaften sehr niedrige Raten dieser Krankheiten hatten. Dies wurde später mit dem Omega-3-Verbrauch in Verbindung gebracht2 3. Seitdem sind Omega-3-Fettsäuren mit zahlreichen Vorteilen für die Herzgesundheit verbunden4. Zu diesen Vorteilen gehören: Triglyceride: Omega-3-Fettsäuren können den Triglyceridspiegel signifikant senken5. HDL-Cholesterin: Einige ältere Studien deuten darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren den HDL-Cholesterinspiegel (gut) erhöhen könnten6 7 8. Blutgerinnsel: Omega-3-Fettsäuren können verhindern, dass Blutplättchen verklumpen. Dies hilft, die Bildung von schädlichen Blutgerinnseln zu verhindern, nach einigen älteren Forschungen9 10. Entzündung: Omega-3-Fettsäuren reduzieren die Produktion einiger Substanzen, die während der Entzündungsreaktion Ihres Körpers freigesetzt werden11 12 13.

Für manche Menschen können Omega-3-Fettsäuren auch LDL (schlechtes) Cholesterin senken14. Einige Studien stellen fest, dass frischer Fisch den Omega 3 Supplementierungen vorzuziehen sei. Allerdings nehmen diese keine Rücksicht auf die Nachteile durch Schwermetalle im Fisch15.

Die Menge entscheidet

Omega-3-Supplementierung als ≤1 Kapsel / Tag war nicht mit einem Ergebnis in der Studie verbunden; Die Grenzen der Sinnlosigkeit wurden für die Gesamtmortalität und den Herztod überschritten. Für zwei Kapseln pro Tag beobachteten wir eine statistisch signifikante Reduktion des Herztodes (n = 3, RR 0,55, 95% KI 0,33 bis 0,90, I2 = 0%); für ≥3 Kapseln/Tag beobachteten wir eine statistisch signifikante Reduktion des Herztodes (n=3, RR 0,82, 95% KI 0,68 bis 0,99, I2=0%), plötzlichen Tod (n=1, RR 0,70, 95% KI 0,51 bis 0,97) und Schlaganfall (n=2, RR 0,74, 95% KI 0,57 bis 0,95, I2=0%)16.

„Eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren sollte bei der Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse in Betracht gezogen werden.“17

„Eine mangelhafte Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren (O3-Index<8%) steigert erheblich das individuelle kardiovaskuläre Risiko und die damit verbundene Sterblichkeit. I zahlreichen klinischen Studien senken EPA und DHA den Blutdruck bei Hypertonikern, wirken der Arteriosklerore entgegen, reduzieren erhöhte Blutfettwerte (z.B. Triglyderide) und Homocystein, verbessern bei Herzinsuffizienz die Herzmuskelleistung und verringern das Risiko für einen durch Herzrhythmusstörungen ausgelösten plötzlichen Herztod (PHT).

In einer Meta-Analyse führt die Supplementierung von Omega-3 (z.B. 2500 mg EPA/DHA pro Tag) im Vergleich zu Placebo zu einer signifikanten Senkung des systolischen Blutdrucks von -4,51 mmHg und zu einer signifikanten Senkung des diastolischen Blutdrucks von -3,05 mmHg.

Eine weitere Meta-Analyse mit über 500000 Teilnehmern belegt, eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren (O3-Index>8%) reduziert deutlich das Risiko für einen Schlaganfall. Allgemein wird Studien zufolge das Herzinfarktrisiko durch Omega-3-Fettsäuren (z.B. x> 2000 mg EPA/DHA pro Tag) halbiert.

Wichtig: In diesem Zusammenhang konnte eindeutig gezeigt werden, dass Alpa-Linolensäure (ALA, in Ölen, z.B. Leinöl, Rapsöl) die kardioprotektiven Eigenschaften von EPA und DHA nicht besitzt und das Risiko für Herzinfarkt auch nicht senkt.

Seit Jahrzehnten schreiben Statine eine beeindruckende Erfolgsgeschichte in der Herz-Kreislauf-Therapie. Doch ihr Einsatz kann bislang nicht verhindern, dass ein Restrisiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bestehen bleibt. Dabei ist der trotz einer optimalen Statin-Therapie noch viel zu hohe Triglyceridspiegel bei Hochrisikopatienten ein maßgeblicher Faktor. In diesem Punkt können vor allem Omega-3-Fettsäuren die lipidmodulierende Effizienz der Cholsterinsenker erweitern, wie nun eneut eine aktuelle Studie belegt. Wissenschaftlicher von der Harvard Medical School in Boston zeigten im ew England Journal of Medicine, dass eine hochdosierte Gabe der langkettigen Omega-3-Fettsäure Eicosanopentaensäure (z.B. 2 x 2g EPA/d) nicht nur den Spiegel an Blutfettern (z.B. Triglyceride) von Hochrisikopatientensignifikatn senkt, sondern auch die Wahrscheinlichkeit für Herzinfarkt, Schlaganfall, und einen Tod durch kardiovaskulären Ereignisse um bis zu 25% reduziert. Diese äußerst vielversprechenden Ergebnisse wurden im Rahmen der „Reduction of Cardiovascular Events with Icosapent Ethyl-Intervention“ (REDUCE-IT)-Studie erzielt.“18

1The top 10 causes of death; WHO; 9 Dezember 2020;; https://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/the-top-10-causes-of-death

2Historical overview of n-3 fatty acids and coronary heart disease; Alexander Leaf; 06/2008;;https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18541598/

3Fish consumption and blood lipids in three ethnic groups of Québec (Canada); Eric Dewailly et al; 04/2003;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12848280/

4An Update on Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids and Cardiovascular Health; Andrew Elagizi; 13.1.2021;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7827286/

5Omega-3 Fatty Acids for the Management of Hypertriglyceridemia: A Science Advisory From the American Heart Association; Ann C. Skulas-Ray et al; 17.9.2019; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31422671/

6Benefits of fish oil supplementation in hyperlipidemia: a systematic review and meta-analysis; Guy D. Eslick et al; 24.7.2009;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18774613/

7A meta-analysis shows that docosahexaenoic acid from algal oil reduces serum triglycerides and increases HDL-cholesterol and LDL-cholesterol in persons without coronary heart disease; Adam M Bernstein et al; 01/2012;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22113870/

8Combined effects of aerobic exercise and omega-3 fatty acids in hyperlipidemic persons; J.G. Warner Jr; 21.10.1989;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2691812/

9Effects of omega-3 polyunsaturated fatty acids on platelet function in healthy subjects and subjects with cardiovascular disease; Bradley J. McEwen et al; 17.1.2013;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23329646/

10The effect of omega-3 polyunsaturated fatty acids on fibrin and thrombin generation in healthy subjects and subjects with cardiovascular disease; Bradley J. McEwen et al; 04/2015;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25703517/

11The Effect of Omega-3 Fatty Acids on Serum Apelin Levels in Cardiovascular Disease: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial; Akramsadat Mortazavi; 10/2018;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6175591/

12Efficacy of the omega-3 fatty acids supplementation on inflammatory biomarkers: An umbrella meta-analysis; Zeynab Kavyan et al; 30.7.2022;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35914448/

13Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids can Reduce IL-6 and TNF Levels in Patients with Cancer; Yongzhong Guo et al; 7.3.2022;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35249562/

14Purified Eicosapentaenoic Acid Reduces Small Dense LDL, Remnant Lipoprotein Particles, and C-Reactive Protein in Metabolic Syndrome ; Noriko Satoh; 1.1.2007;; https://diabetesjournals.org/care/article/30/1/144/28133/Purified-Eicosapentaenoic-Acid-Reduces-Small-Dense

15Comparison of the effect of omega-3 supplements and fresh fish on lipid profile: a randomized, open-labeled trial; Mohammad Javad Zibaeenezhad; 19.12.2017;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5865539/

16Omega-3 supplementation and cardiovascular disease: formulation-based systematic review and meta-analysis with trial sequential analysis; Evangelos C Rizos et al; 20.8.2020; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32820013/

17Omega-3 dietary supplements and the risk of cardiovascular events: a systematic review; Paul E Marik, Joseph Varon; 07/2009; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19609891/

18Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 24ff
Es wird verwiesen auf:
– Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021
– Von Schacky, C.: „Omega-3 Index and Cardiovascular Health“. Nutrients. 2015; 6(2): 799-814
– Jia, X.; Gao, F.; Pickett, J.K.; et al: „Association Between Omega-3 FAtty Acid Treatment and Atrial Fibrillation in Cardiovasular Outcome Trails: A Systematic Review and Meta-Analysis“. Cardovasc Drugs Ther, 2021; 35(4): 793 – 800.

Insulinresistenz ist, wenn die Fettzellen nicht oder nur schlecht auf Insulin reagieren. Dann kann der Körper kaum noch auf das Fett in den Fettzellen zurückgreifen. Dieses Phänomen wird induziert durch einen hohen Konsum von Fructose und gesättigten Fetten. In dem Versuch wurde die Insulinresistenz mit Omega 3 und L-Carnitin (wichtig für die Fettverbrennung) behandelt. Dies wurde gegen Placebo und Metformin (ein Diabetesmedikament) getestet – an Ratten.

Das Ergebnis: „Omega-3 und L-Carnitin verursachten eine Abnahme sowohl der MS-induzierten Zunahme des Körpergewichts als auch der Glukose ähnlich wie Metformin.“

M.a.W. waren Omega 3 und L-Carnitin vergleichbar wirksam wie ein handelsübliches Medikament1.

1Improvement of insulin resistance via increase of GLUT4 and PPARγ in metabolic syndrome-induced rats treated with omega-3 fatty acid or l-carnitine; Eman Adel Zayed, Afaf A AinShoka, Kamal A El Shazly, Hekma A Abd El Latif; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30256492/

Zusammenfassung
Die Einnahme von Omega-3 kann das Risiko für einige Krebsarten, einschließlich Darm-, Prostata- und Brustkrebs, verringern.

Omega 3 scheint vor Krebs zu schützen.

Man hat bei Männern die Marker des Prostatakrebs mit der Versorgung an Omega 3 Öl verglichen. Als Ergebnis: je höher die Versorgung an Omega 3, desto niedriger die Menge der Krebsmarker. Allerdings nur bei Fisch-/Algenöl (DHA, EPA), nicht bei ALA (pflanzliches O3-Öl) und schon gar nicht bei Omega 6 Ölen1.

Im Gegensatz zu den Omega 3 Ölen DHA EPA erhöhen sowohl ALA (pflanzliches Omega 3) sowie Omega 6 Öle (z.B. Sonnenblumenöl) erhöhen das Risiko, an beispielsweise Prostatakrebs zu erkranken2.

Omega 3 scheint ebenfalls eine weitere Ausbreitung von Krebs zu verzögern
Bei den Männern mit Prostatakrebs hat sich das Wachstum verlangsamt, wenn sie einen höheren Gehalt an EPA Omega 3 hatten3.

Die entzündungshemmenden Eigenschaften maritimen Omega 3 Öls lassen es als Begleittherapie bei verschiedenen Arten von Krebs sinnvoll erscheinen4.

Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen, und Omega-3-Fettsäuren werden seit langem behauptet, um das Risiko für bestimmte Krebsarten zu reduzieren.

Tatsächlich zeigen einige Studien, dass Menschen, die die meisten Omega-3-Fettsäuren konsumieren, ein bis zu 55% geringeres Darmkrebsrisiko haben5 6.

Darüber hinaus ist der Omega-3-Konsum in einigen Studien mit einem reduzierten Risiko für Prostatakrebs und Brustkrebs verbunden7. Allerdings haben nicht alle Studien die gleichen Ergebnisse berichtet8 9.

„Eine aktuelle Meta-Analyse mit über 880.000 Frauen zeigt, dass der regelmäßige Verzehr von Omega-3-Fettsäuren-reichen Fischarten oder die Supplementierung von EPA/DHA-haltigen Ölen das Brustkrebsrisiko signifikant senkt. Die krebsschützenden Effekte waren dosisabhängig: Die Aufnahme von 0,1g Omega-3-Fettsäuren pro Tag senkte das Brustkrebsrisiko um 5%. EPA wirkte dabei etwas stärker protektiv als DHA.

Aufgrund ihrer ausgeprägten antientzündlichen Eigenschaften wirken EPA und DHA dem Gewichtsverlust bei Krebspatienten entgegen. Auch der Appetit der Betroffenen wird durch EPA verbessert. Erste Arbeiten geben auch Hinweise darauf, dass EPA und DHA die krebszelltoxische Wirkung der Chemo- und Strahlentherapie verbessern können.

In einer aktuellen Auswertung von 57 klinisch relevanten Krebsstudien, die bis August 2020 durchgeführt wurden, wurde die Supplementierung von EPA/DHA vor oder nach der Behandlung, gleichzeitig mit einer neoadjuvanten Chemotherapie, Bestrahlung oder Operation oder palliativ bewertet. Untersucht wurden dabei Brust-, Kopf- und Hals-, Magen-Darm-, Magen-, Darm-/Rektal-, Speiseröhren-, Leukämie/Lymphom-, Lungen-, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Multiples Myelom.

Ergebnis: Über das gesamte Spektrum der Krebsarten hinweg zeigen die Ergebnisse, dass die Supplementierung von EPA/DHA in der Krebstherapie signifikant das

  • Körpergewicht bei den betroffenen stabilisiert,
  • Das progressionsfreie Überleben erhöht und daas Gesamtüberleben sowie die allgemeine Lebensqualität verbessert
  • Immunparameter bei den betroffenen Krebspatienten günstig beeinflusst und
  • schwerwiegende unerwünschte Ereignisse reduziert.

Bei Krebserkrankungen sollten täglich mindestens 2-4g EPA und DHA supplementiert werden. Begleitend ist vor allem auch die Supplementierung von Vitamin D und Selen empfehlenswert.10

1A prospective study of polyunsaturated fatty acid levels in blood and prostate cancer risk; Jorge E Chavarro;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17585059/

2The association of fatty acids with prostate cancer risk; L M Newcomer, I B King, K G Wicklund, J L Stanford;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11398173/

3Prostatic and dietary omega-3 fatty acids and prostate cancer progression during active surveillance; Xavier Moreel et al;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24824038/

4Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids can Reduce IL-6 and TNF Levels in Patients with Cancer; Yongzhong Guo et al; 03/2022;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35249562/

5Dietary fatty acids and colorectal cancer: a case-control study; Evropi Theodoratou et al; 15.7.2007;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17493949/

6Dietary fat, fatty acid intakes and colorectal cancer risk in Chinese adults: a case-control study; Xiao Zhong et al; 22.9.2013;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23377001/

7Long-chain (n-3) fatty acid intake and risk of cancers of the breast and the prostate: recent epidemiological studies, biological mechanisms, and directions for future research; Paul D Terry, Jennifer B Terry, Thomas E Rohan; 12/2004;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15570047/

8Omega-3 fatty acids for breast cancer prevention and survivorship; Carol J Fabian, Bruce F Kimler, and Stephen D Hurstin; 4.5.2015;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4418048/

9Association of the Omega-3 Index with Incident Prostate Cancer with Updated Meta-Analysis: The Cooper Center Longitudinal Study; Stephen W Farrell et al; 26.1.2021;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33530576/

10Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 26f
Es wird verwiesen auf:
– Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021
– Newell, M.; Mazurak, V.; Postovit, L.M.; et al: „N-3 Long-Chain Polyunsaturated Fatty Acids, Eicosapentaenoic and Docosahexaenoic Acid, and the Role of Supplementation during Cancer Treatment: A Scoping Review of Current Clinical Evidence“. in: Cancers, 2021; 13(6):1206

Man hatte die Lebern von Ratten durch Cadmium und Nickel im Trinkwasser geschädigt. Omega 3 verbesserte die Enzymaktivitäten in diesen Lebern und verhindert die Entstehung von Folgeschäden wie u.a. Tumore. Insgesamt fungierte Omega 3 als Schutz der Leber1.

1Cadmium and nickel co-exposure exacerbates genotoxicity and not oxido-inflammatory stress in liver and kidney of rats: Protective role of omega-3 fatty acid; Solomon E Owumi et al; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31639282/

Zusammenfassung
Omega-3-Fettsäuren können helfen, Leberfett bei Menschen mit nicht-alkoholischer Fettlebererkrankung zu reduzieren.

Die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist eine häufige Erkrankung, die durch die Ansammlung von Fett in der Leber gekennzeichnet ist1.

Es wird angenommen, dass es 25% der Weltbevölkerung betrifft und gilt als Hauptursache für mehrere andere Lebererkrankungen, einschließlich Leberzirrhose oder Lebervernarbung2.

Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die Ergänzung mit Omega-3-Fettsäuren dazu beitragen kann, Leberfett und Entzündungen bei Menschen mit NAFLD zu reduzieren3.

1Nonalcoholic Fatty Liver; Pujitha Kudaravalli; Savio John; 8.5.2022; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK541033/

2Non-alcoholic fatty liver disease; Elizabeth E Powell, Vincent Wai-Sun Wong, Mary Rinella; 5.7.2021;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33894145/

3Effects of Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acid Supplementation on Non-Alcoholic Fatty Liver: A Systematic Review and Meta-Analysis; Cheng-Han Lee et al; 12.9.2020;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7551292/

„Leistungssportler haben häufig als Zeichen einer unzureichenden diätetischen Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren einen niedrigen Omega-3-Index. Ein guter Omega-3-Index (>8%) ist beim Sportler mit einer besseren neuromuskulären Funktion und physischen Leistunge verbunden sowie einem reduzierten Risiko für Sportverletzungen und Muskelkater, der unter anderem die folgenden Aspekte umfasst: Muskelschäden, entzündliche Reaktion und Schwellung. Die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA verringern aktuellen Studien zufolge beim Leistungssportler nicht nur das Auftreten von Muskelkater, auch der Abbau von Muskulatur und Gehirnmasse wird verlangsamt sowie die kardiopulmonale und kognitive Leistungsfähigkeit verbessert.“

Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 23
Es wird verwiesen auf: Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021

siehe „Autoimmunerkrankungen“

Die Menopause ist mit Störungen im Stoffwechsel von Lipiden verbunden. Darüber hinaus sind weibliche Probanden während der postmenopausalen Phase anfälliger für die Entwicklung von Dyslipidämie. Omega-3-Fettsäuren, die kardioprotektive, entzündungshemmende und lipidsenkende Wirkungen ausüben, werden häufig bei postmenopausalen Frauen empfohlen.

Bei postmenopausalen Frauen führte die Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren zu einer signifikanten Verringerung der Triglyceridkonzentrationen und einem moderaten Anstieg der HDL-C- und LDL-C-Spiegel.

Aus: Does Omega-3 Fatty Acid Supplementation Have Favorable Effects on the Lipid Profile in Postmenopausal Women? A Systematic Review and Dose-Response Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials; Junzhu Wang et al; 2023 Jan 12; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36641259/

Zusammenfassung
Omega-3-Fettsäuren können helfen, Menstruationsschmerzen zu reduzieren. Außerdem fand eine Studie heraus, dass ein Omega-3-Präparat sogar wirksamer war als Ibuprofen, ein entzündungshemmendes Medikament.

Menstruationsschmerzen treten im Unterbauch und Becken auf und strahlen oft auf den unteren Rücken und die Oberschenkel aus 1. Es kann Ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Studien deuten jedoch wiederholt darauf hin, dass Menschen, die die meisten Omega-3-Fettsäuren konsumieren, mildere Menstruationsschmerzen haben können2 3.

Eine Studie aus dem Jahr 2011 stellte sogar fest, dass ein Omega-3-Präparat bei der Behandlung starker Schmerzen während der Menstruation wirksamer war als Ibuprofen4.

1Dysmenorrhea; Hassan Nagy; Moien AB Khan; 18.7.2022; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK560834/

2Effect of omega-3 fatty acids on intensity of primary dysmenorrhea; Nahid Rahbar, Neda Asgharzadeh, Raheb Ghorbani; 17.1.2012; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22261128/

3The effect of omega 3 fatty acid supplementation on premenstrual syndrome and health-related quality of life: a randomized clinical trial; Samira Behboudi-Gandevani, Fatemeh-Zahra Hariri, Lida Moghaddam-Banaem; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28707491/

4Comparison of the effect of fish oil and ibuprofen on treatment of severe pain in primary dysmenorrhea; Mandana Zafari, Msc,Fereshteh Behmanesh, Msc,and Azar Agha Mohammadi, Msc; Summer 2011; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3770499/

Zusammenfassung
Omega-3-Fettsäuren können zahlreiche Vorteile für Menschen mit metabolischem Syndrom haben. Sie könnten den Blutzuckerspiegel verbessern, Entzündungen reduzieren und mehrere Risikofaktoren für Herzerkrankungen verbessern.

Das metabolische Syndrom ist eine Sammlung von Bedingungen. Es umfasst zentrale Fettleibigkeit – auch bekannt als Bauchfett – sowie Bluthochdruck, hohe Triglyceride, hohen Blutzucker und niedrige HDL (gute) Cholesterinspiegel. Es ist ein großes Problem für die öffentliche Gesundheit, da es das Risiko für viele andere Krankheiten, einschließlich Herzerkrankungen und Diabetes, erhöht1.

Einige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren dazu beitragen könnten, den Blutzuckerspiegel, Entzündungen und Risikofaktoren für Herzerkrankungen bei Menschen mit metabolischem Syndrom zu verbessern2 3 4.

Bauchfett wird oft als eine Ursache für entzündliche Prozesse im Körper genannt. Die folgende Studie zeigte, dass der Bauchumfang durch die regelmäßige Einnahme von Omega 3 deutlich reduziert wird5 – dieser Effekt wird natürlich umso größer, je mehr man ansonsten noch so macht (Ernährung, Sport).

Allerdings scheint Omega 3 Gewichtszunahme vorzubeugen. In Normalgewichtigen andern sich deutlich höhere Werte an Omega 36. Das könnte auch in Bezug auf den berüchtigten Jojo-Effekt eine Rolle spielen.

1Metabolic Syndrome; Supreeya Swarup; Amandeep Goyal; Yulia Grigorova; Roman Zeltser; 24.10.2022;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK459248/

2One month of omega-3 fatty acid supplementation improves lipid profiles, glucose levels and blood pressure in overweight schoolchildren with metabolic syndrome; Salvador García-López et al: 1.10.2016;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27658130/

3Omega-3 and omega-6 polyunsaturated fatty acids and metabolic syndrome: A systematic review and meta-analysis; Haeun Jang, Kyong Park; 5.4.2019;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31010701/

4N-3 polyunsaturated fatty acids: relationship to inflammation in healthy adults and adults exhibiting features of metabolic syndrome; Lindsay E Robinson, Vera C Mazurak; 04/2013 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23456976/

5Does Fish Oil Have an Anti-Obesity Effect in Overweight/Obese Adults? A Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials; Shichun Du, Jie Jin, Wenjun Fang, and Qing Su;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4646500/

6Munro IA, Garg ML. Prior supplementation with long chain omega-3 polyunsaturated fatty acids promotes weight loss in obese adults: a double-blinded randomised controlled trial. Food & function. 2013;4(4):650–8. 10.1039/c3fo60038f . [ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23396496/

„Die Migräne zählt zzu den neurologischen Erkrankungen, unter der bis zu 17% der Bevölkerung leiden. Frauen sind etwa dreimal so häufig betroffen wie Männer. Die Migräne ist gekennzeichnet durch einen periodisch wiederkehrenden, anfallsartig auftretenden, häufig halbseitigen und pulsierenden Kopfschmerz von mäßiger bis schwerer Intensität. Zusätzlich treten Symptome auf sie Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu sowie Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit.

Nach aktuellen Studien können Omega-3-Fettsäuren in jedem Fall zur Migräneprophylaxe empfohlen werden. Die regelmäßige Einnahme von Omega-3 (z.B. 3000 mg EPA/DHA pro Tag) kann die Anzahl und die Schwere der Migräneattacken um bis zu 80% verringern. Auch der Bedarf an verschreibungspflichtigen Migränemitteln konnte reduziert werden.“

Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 28
Es wird verwiesen auf: Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021

siehe „Autoimmunerkrankungen“

„Die Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung des ervensystems, bei der körpereigene Immunzellen die Schutzhülle der nerven zerstören. In zahlreichen Studien führte die Supplementierung von Omega-3 bei MS (täglich mindestens 2000mg EPA und DHA) zu einer signifikanten REduktion der Schub- bzw. Rezidivrate und Entzündungsaktivität sowie einer Verbesserung der Muskelfunktion und Lebensqualität. eben einer guten Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sollten MS-Patienten beim Arzt immer Ihren Vitamin-D-, Selen- und Vitamin-B12-Status überprüfen lassen und dementsprechen kompensieren.“

Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 28f
Es wird verwiesen auf: Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021

Siehe auch „Arthritis“

Zusammenfassung:
Omega-3-Fettsäuren können die Knochenstärke und die Gesundheit der Gelenke verbessern.

Osteoporose und Arthritis sind zwei häufige Erkrankungen, die Ihr Skelettsystem betreffen. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren dazu beitragen können, die Knochenstärke zu verbessern, indem sie die Menge an Kalzium in Ihren Knochen erhöhen:

Umfangreiche Studien dokumentierten eine präventive Rolle von Omega-3-Fettsäuren bei pathologischen Verkalkungen wie Gefäßverkalkungen und Mikroverkalkungen in Krebsgeweben. Parallel dazu verbessern diese Fettsäuren die Knochenqualität, wahrscheinlich indem sie Knochenverfall verhindern und die Knochenmineralisierung erhöhen.“1.

Theoretisch sollte dies zu einem reduzierten Osteoporoserisiko führen. Es ist jedoch mehr Forschung erforderlich, da Studien gemischte Ergebnisse über die Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren auf die Knochengesundheit ergeben haben2. Es wäre insgesamt gut, wenn die Art, Qualität und Darreichungsform genauer beschrieben würde. So ist z.B. der aktuelle TOTOX-Wert (siehe dort) von entscheidender Bedeutung.

Omega-3-Fettsäuren können auch helfen, Arthritis zu behandeln. Laut einer Überprüfung von sechs Studien konnten Omega-3-Präparate Schmerzen bei Menschen mit Arthrose der Synovialgelenke signifikant reduzieren3.

Dennoch sollten mehr große, qualitativ hochwertige Studien durchgeführt werden, um zu verstehen, wie Omega-3-Fettsäuren die Gesundheit von Knochen und Gelenken beeinflussen können.

1Omega-3 fatty acids in pathological calcification and bone health; Tanu Sharma, Chandi C Mandal; 17.6.2020;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32548903/

2Effect of n‐3 polyunsaturated fatty acid on bone health: A systematic review and meta‐analysis of randomized controlled trials; Yuqi Dou et al; 29.11.2021;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8751426/

3Effect of omega-3 on painful symptoms of patients with osteoarthritis of the synovial joints: systematic review and meta-analysis; Montserrat Andrea Bahamondes, Constanza Valdés, Gustavo Moncada; 5.2.2021; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34303654/

(siehe Autoimmunerkrankungen)

„In zahlreichen Studien wird die antientzündliche und schmerzlinderne Wirkung der Omega-3-Fettsäuren (z.B. 3000-4000mg EPA/DHA pro Tag) bei rheumatischen Erkrankungen dokumentiert. Um eine rasche und optimale Wirksamkeit der Omega-3-Fettsäuren zu erreichen, sollte in der täglichen Ernährung der Arachidonsäure-Gehalt höchstens 80mg pro Tag betragen, da diese Omega-6-Fettsäure die antientzündliche Effektivität der Omega-3-Fettsäuren stark beeinträchtigt. Wichtig dabei ist, dass man Omega-3 regelmäßig ausreichend hoch dosiert und zusätzlich auf eine lactovegetabile, basenreiche Ernährung (z.B. viel frisches Gemüse und Obst) achtet. Auch entzündliche Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis profitieren.“1

1Zitiert aus: „Omega-3, Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren“, Patientenratgeber, 3. Aufl., Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, S. 29
Es wird verwiesen auf: Gröber U.: „Omega-3: Gesünder leben mit den essentiellen Fettsäuren“; Südwest Verlag, München, 2021

Zusammenfassung
Menschen mit psychischen Störungen haben oft niedrige Blutspiegel von Omega-3-Fetten. Die Verbesserung des Omega-3-Status scheint die Symptome zu verbessern, aber weitere Studien sind erforderlich.

Die Psychoneuroimmunologie beweist, dass Psyche und Immunsystem einander beeinflussen – beide werden beeinflusst vom Versorgungszustand des Körpers, u.a. ob wir genügend Omega 3 zur Verfügung haben. Die folgende Studie ist eine Metastudie, die verschiedene Studien zusammenfasst und die untersuchten Studien kommen übereinstimmend zum Ergebnis, dass Omega 3 sowohl als alleinige Behandlung wie auch im Verein mit anderen Massnahmen deutliche Verbesserungen erzielt1.

Eine weitere Meta-Analyse verschiedener Studien legt nahe, dass eine hohe Dosis besonders in der frühen Therapie einen deutlich stärkeren Nutzen bringt. Alle Studien wurden auch gegen Placebo getestet2.

Niedrige Omega-3-Spiegel wurden bei Menschen mit psychiatrischen Störungen allgemein berichtet3. Interessanterweise hat sich gezeigt, dass die Ergänzung mit Omega-3-Fettsäuren gewalttätiges Verhalten verringert4 5.

Einige Studien deuten auch darauf hin, dass Omega-3-Präparate die Symptome bei Menschen mit Schizophrenie und bipolarer Störung verbessern können6 7 8.

Es ist jedoch mehr Forschung erforderlich, da andere Studien widersprüchliche Ergebnisse ergeben haben9. Bei einige Forschungen scheint das Scheitern jedoch im Forschungsdesign schon vorgegeben, zumal wenn die Dauer nur 4 Wochen beträgt 10.

1The Psychoneuroimmunological Role of Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids in Major Depressive Disorder and Bipolar Disorder; Ian Hunter Rutkofsky, Anser Saeed Khan, Sindhu Sahito, Vikram Kumar; PMID: 28987035;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28987035

2High-dose omega-3 polyunsaturated fatty acid supplementation might be more superior than low-dose for major depressive disorder in early therapy period: a network meta-analysis; Xu-Dong Luo et al;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32434488/

3The emerging role of omega-3 fatty acids as a therapeutic option in neuropsychiatric disorders; Arne Reimers and Hanna Ljung; 24.6.2019;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6591664/

4The effect of omega-3 long chain polyunsaturated fatty acids on aggressive behaviour in adult male prisoners: a structured study protocol for a multi-centre, double-blind, randomised placebo-controlled trial and translation into policy and practice; Barbara J Meyer et al; 2.5.2021;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33934704/

5Omega-3 supplements reduce self-reported physical aggression in healthy adults; Laurent Bègue; 15.12.2017;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29331711/

6Omega-3 and Omega-6 Polyunsaturated Fatty Acids in Bipolar Disorder; Erika F. H. Saunders et al; 23.8.2022;; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9398217/

7Effects of omega-3 polyunsaturated fatty acids supplements on psychopathology and metabolic parameters in schizophrenia: A meta-analysis of randomized controlled trials; Kah K Goh, Cynthia Yi-An Chen, Chun-Hsin Chen, Mong-Liang Lu; 15.2.2021;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33586517/

8A randomized controlled study of the efficacy of six-month supplementation with concentrated fish oil rich in omega-3 polyunsaturated fatty acids in first episode schizophrenia; Tomasz Pawełczyk et al; 25.11.2015;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26679763/

9A 52-week prophylactic randomised control trial of omega-3 polyunsaturated fatty acids in bipolar disorder; Genevieve McPhilemy et al; 10.1.2021;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33340432/

10No Impact of Omega-3 Fatty Acid Supplementation on Symptoms or Hostility Among Patients With Schizophrenia; Yi Qiao; 21.4.2020;; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32372988/

Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass niedrige Konzentrationen einiger mehrfach ungesättigter Fettsäuren (PUFAs) eine Rolle in der Pathophysiologie depressiver und aggressiver Störungen, einschließlich Tötungsdelikten, spielen.

Diese Daten deuten darauf hin, beweisen aber nicht, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen dem n-6- oder n-3-Status und der Rückfallanfälligkeit bei Kokainabhängigen besteht, und liefern eine Begründung für die Untersuchung möglicher Beziehungen zwischen Rückfällen zu Suchterkrankungen und PUFA-Status in Beobachtungs- und Interventionsstudien.1

1Polyunsaturated fatty acid status and relapse vulnerability in cocaine addicts; Laure Buydens-Branchey et al; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14500111/

Die Probanden hatten alle aufgehört, steroide Schmerzmittel zu nehmen. Dann wurde ihnen hochdosiertes Omega 3 supplementiert (130 mg / kg Körpergewicht). Die Studie war Doppelblind (keiner wusste, wer O3 und wer Placebo bekam). Und in allen untersuchten Kategorien wie Gelenkschmerzen, Dauer der Morgensteife, wie gut man sich wie viel bewegen konnte gab es deutliche Verbesserungen1.

Diese Ergebnisse wurden in anderen Studien bestätigt2:

Diese Studie geht von einem Minimum von 3g EPA/DHA pro Tag aus, um einen deutlichen Effekt zu erzielen3.

Ebenfalls gegen Placebos getestet; 2,7 g EPA und 1,8g DHA pro Tag4.

Diese Studie legt nahe, dass zusätzlich zum Omega 3 eine vegetarische Diät den Effekt weiter verstärkt5.

Diese Studie belegt, dass zusätzlich zur Einnahme von Omega 3 ein weitestgehender Verzicht auf Omega 6 die Wirkung verstärkt6.

1Effects of high-dose fish oil on rheumatoid arthritis after stopping nonsteroidal antiinflammatory drugs. Clinical and immune correlates; J M Kremer et al.; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7639807/

2Dietary fish oil and olive oil supplementation in patients with rheumatoid arthritis. Clinical and immunologic effects J M Kremer et al.; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2363736/

3n-3 fatty acid supplements in rheumatoid arthritis; J M Kremer et al; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10617995/

4Fish-oil fatty acid supplementation in active rheumatoid arthritis. A double-blinded, controlled, crossover study; J M Kremer et al.; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3030173/

5Anti-inflammatory effects of a low arachidonic acid diet and fish oil in patients with rheumatoid arthritis; Olaf Adam et al.; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12548439/

6Dietary n-3 fatty acids and therapy for rheumatoid arthritis; M J James, L G Cleland; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9355207/

Schilddrüsenhormone und Omega-3 sind essentiell für normale Gehirnfunktionen.

Neuere Studien deuten darauf hin, dass Omega-3 vor dem Risiko einer Demenz schützen kann.

Die folgende Studie hat gezeigt1, dass EPA und DHA, zwei der Fettsäuren in Omega-3-Fettsäuren, zu metabolischen Nebenprodukten führen (und denken Sie daran, Ihre Schilddrüse steuert Ihren Stoffwechsel), sogenannte Resolvine. Resolvine können Entzündungen nicht nur reduzieren, sondern auch verhindern. Diese Substanzen beeinflussen die Funktion entzündlicher Zellen auf vier Arten:

  • Sie beeinflussen komplexe Lipid-, Lipoprotein-, Metaboliten- und Hormonkonzentrationen, die wiederum auf Entzündungen wirken.
  • Sie wirken direkt auf Entzündungszellen über oberflächliche oder intrazelluläre „Fettsäurerezeptoren“.
  • Sie können sich chemisch mit Sauerstoff auf zellulärer Ebene verbinden, um neue Substanzen zu bilden, die Entzündungszellen beeinflussen.
  • Sie helfen bei der Regulation vieler Zell- und Gewebereaktionen, einschließlich Aspekten der Entzündung und Immunität, indem sie Membranen physisch verändern und Zellsignalwege beeinflussen.

Die Botschaft hier ist, dass diese Substanzen Ihre Entzündungsreaktion nicht nur auf eine einzige Weise beeinflussen, sie tun es in vielen. Zur Erinnerung: Fettsäuren sind ein notwendiger Bestandteil aller Zellen, einschließlich der Schilddrüse. Sie beziehen sich auch auf die Gesundheit der Schilddrüse insofern, als ein Mangel normalerweise zu einer Entzündung führt. Diese Entzündung kann weiterhin die Autoimmunantwort auslösen, was wiederum die Freisetzung von Schilddrüsenantikörpern verursacht. Schließlich steuert Ihre Schilddrüse Ihren Stoffwechsel und Resolvine (diese hilfreichen Entzündungsbekämpfer!) sind metabolische Nebenprodukte, so dass ihre Entstehung mit Ihrer Schilddrüse zusammenhängt.

Ziel der folgenden Studie war es, die Wirkung von Hypothyreose auf räumliches Lernen und Gedächtnis bei erwachsenen männlichen Ratten, die zugrunde liegenden Mechanismen und den möglichen therapeutischen Wert einer Omega-3-Supplementierung zu untersuchen.

Dreißig männliche Ratten wurden in drei Gruppen eingeteilt; Kontrollgruppe, Schilddrüsenunterfunktion und mit Omega-3 behandelt.

Hypothyreose induzierte signifikante Defizite in Arbeits- und Referenzspeichern im radialen Armlabyrinth, Retentionsdefizite im passiven Vermeidungstest und beeinträchtigte Mittel- und Langzeitgedächtnisse im neuartigen Objekterkennungstest. Die Gesamtantioxidanskapazität des Serums (TAC) und die Spiegel von Serotonin und γ-Aminobuttersäure (GABA) im Hippocampus waren in der hypothyreoten Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe erniedrigt.

Darüber hinaus zeigte der Hippocampus von hypothyreoten Ratten deutliche strukturelle Veränderungen wie diffuse vakuoläre Degeneration und Verzerrung der Pyramidenzellen. Die Immunhistochemie zeigte, dass die Expression des Proteins Cav1.2 (die spannungsabhängige LTCC alpha 1c-Untereinheit) in der hypothyreoten Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe erhöht war. Omega-3-Supplementierung verbesserte Gedächtnisdefizite, erhöhte TAC, verringerte die strukturellen Veränderungen und verringerte die Expression von Cav1.2-Protein. Zusammenfassend könnte Omega-3 als neuroprotektives Mittel gegen Hypothyreose-induzierte kognitive Beeinträchtigung nützlich sein.2

1Omega-3 Fatty Acids and Inflammatory Processes; Philip C. Calder; 2010 Mar 18; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3257651/

2The effect of omega-3 on cognition in hypothyroid adult male rats; Eman S H Abd Allah; 2014 Sep; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25183510/

Man hatte die Spermien von Mäusen durch Schwefelwasserstoff dazu degeneriert, dass diese nur noch eingeschränkt bis gar nicht beweglich waren. Durch Supplementierung von Omega 3 wurde die Beweglichkeit der Spermien wiederhergestellt1.

1https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33068716/

„Trockenes Auge ist eine häufige, komplexe Erkrankung, die den Augenkomfort und die Sehleistung beeinträchtigen kann. Die Auswirkungen auf die Lebensqualität wurden als ähnlich wie die Wirkung von mittelschwerer Angina pectoris und in schwereren Fällen Dialyse und schwerer Angina bewertet. Diese Studie zielte darauf ab, Meta-Analysen zu verwenden, um Omega-3-Fettsäuren und Placebo-Fettsäuren bei der Behandlung des Syndroms des trockenen Auges zu vergleichen. […]
Folglich deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren eine wirksame Therapie für das Syndrom des trockenen Auges sind.“1

1Omega-3 essential fatty acids therapy for dry eye syndrome: a meta-analysis of randomized controlled studies. Liu A, Ji J. ;Medical Science. Monitor2014;20:1583-1589. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK290766/

Ein Mangel an Omega 3 und zu viel Omega 6 stehen im Zusammenhang mit den proinflammatorischen Zytokine-Level. Omega 6 erhöht, Omega 3 verringert. In dieser Studie1 wurde das im Zusammenhang mit Bipolaren Störungen untersucht und inwieweit dieser Mangel Bipolare Störungen auslösen kann. Die Wirkung auf die Zytokine ist anscheinend indes allgemeingültig.

1Altered polyunsaturated fatty acid levels in relation to proinflammatory cytokines, fatty acid desaturase genotype, and diet in bipolar disorder; Norie Koga et al.; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31455761/